Georgijäger bringen den Frühling in unsere Dörfer – Sveti Šent Jurji prinese zeleno vigred v naše vasi

 

Wenn es darum geht Bräuche vor dem Aussterben zu bewahren, ziehen in Latschach alle an einem Strang. So wurde von der Dorfgemeinschaft, Volksschule und Feuerwehr Latschach ein Projekt ins Leben gerufen, welches das Georgijagen nach der coronabedingten Zwangspause wieder zu neuem Leben erwecken soll. Die Kinder spielen hierbei die Hauptrolle. Das Georgijagen/Šent jurij jahat zählt zu den ältesten Bräuchen in Kärnten. Kein Brauch ist so speziell einzigartig für unsere Region und spiegelt die Kultur und gelebte Zweisprachigkeit wider, wie dieser uralte Heischebrauch. Ursprünglich heidnischen-slawischen Ursprungs sind im Laufe der Zeit deutsche und christliche Elemente eingeflossen. Seine Ausbreitung hat sich auf die Dörfer unter dem Mittagskogel zurückgezogen, nun darf er nicht vollkommen verschwinden.

In der Schule wurde den Kindern die Gestalt des Heiligen Georgs und seine Legende als Drachentöter näher gebracht. Auch die traditionellen deutschen und slowenischen Segenssprüche wurden einstudiert.Die Mitglieder der Dorfgemeinschaft erklärten den Sinn und Ablauf des Brauches und zeigten die Handhabung der Bocks- und Kuhhörner. Die Kinder versuchten diesen einfachen Blasinstrumenten einen Ton zu entlocken, was ihnen bestens gelang. Im Rahmen einer Ausbildungseinheit wurde auch den etwas älteren Kindern der Latschacher Jugendfeuerwehr der Brauch vorgestellt. Die Feuerwehr Latschach wird am 22. April dafür sorgen, daß die Georgifeuer sicher abbrennen.

Die Georgijäger werden dann in ihren Heimatdörfern Pogöriach, Ratnitz, Oberaichwald Lauskeile, Oberaichwald Hriber und Latschach die Häuser besuchen. 

Somit steht einer erfolgreichen Wiederbelebung des Georgijagens nichts mehr im Wege. Važno je, da tako tisto lepo pomladni običaj živi naprej.

Dorfgemeinschaft Latschach

 

Der Kapo von Oberaichwald Moritz Graber ist gerüstet

 

Georgijäger vor 70 Jahren

 

Die Volksschulkinder hatten viel Spaß